Eieiei, die Zeit vergeht hier wie im Flug...Seit kurzem haben wir ein neues Auto. Ein 4x4 Toyota Condor! Die Organisation vom Ben hat es angeschafft. In erster Linie ist es also für Besucher aus den USA. Wenn allerdings keine da sind, ist es unser neues Volunteerauto^^. Das dürfen wir zwar auch nicht unbegrenzt nutzen, aber es hat ein Radio. Bei den anderen 4 Autos die wir fahren, ist entweder kein Radio drin oder schon lange kaputt. In letzter Zeit waren wir damit zum Beispiel in Durban in einem traditionellen südafrikanischen Lokal um Rosas Gebu zu feiern. Ansonsten waren wir noch am Strand. Die Wellen sind herrlich, aber der Wind bleibt bisher leider an meinen freien Tagen aus (Deswegen plan ich demnächst nen Surfkurs zu machen)...Gestern war es verdammt heiß. Deshalb sind ein paar von uns nach Tala gefahren, da es dort einen Pool mit Grillmöglichkeit gibt. Wir hatten zwar Fleisch dabei aber keinen Grill. Also haben wir uns zu interessanten südafrikanischen Persönlichkeiten gesellt um deren Grill zu teilen. Wir haben nen IT-Spezialisten aus Durban getroffen, der allerdings in Johannesburg arbeitet, und einen Autofreak der uns nur von seinem Golf 1 erzählte. Da der Trip nach Tala ziemlich cool war, planen wir die nächsten Wochenenden, wenn es so gutes Wetter ist, auch ein paar Kids mitzunehmen (die, die sich am besten zum Beispiel im Homeworkclub benommen haben).

Abends nach der Kirche kam mich dann Marcel besuchen, da die Volunteers bei GGA gerade ein Auto gemietet hatten (Marcel kenn ich vom Vorbereitungsseminar und ist auch aus Stuttgart. Er arbeitet in nem anderen Waisenheim Gods Golden Acer, welches etwa 15 min entfernt ist). Ich bin so froh in Lily zu sein. GGA hat verdammt viele Teenager, man kann sich ja vorstellen was da abgeht. Marcel arbeitet seit 2 Wochen in der Clinic und musste seitdem 2 Mädchen zum Schwangerschaftstest fahren. Unsere Kinder sind größten Teils Grundschulalter und jünger. Und auch die älteren machen keine Probleme. Klar ist keines der Kinder ein Unschuldslamm, aber im großen und ganzen hören sie auf einen. Auch wenn man verdammt aufpassen muss, dass man seinen Respekt nicht verliert. Allerdings zieht die Drohung mit den Kindern zum Warren zu gehen immer. Warren, der Heimleiter, kann verdammt gut mit den Kindern. Er ist mehr Vater für die Kinder als Heimleiter. Die Kinder respektieren und hören auf ihn so arg, das ist schon fasst unheimlich. Unseren Kinder hier geht es denke ich wenn man es mit den Verhältnissen in Morphela vergleicht ziemlich gut, sei es die medizinische Versorgung oder die Häuser. Und ich denke allen Kindern gefällt es hier. Wenn man sogar jeden Tag zur Schule gefahren wird ist das auch kein Wunder ;-). Unsere Kinder gehen auf 2 verschiedene Grundschulen. Eine und die Highschool ist etwa 20 min zu Fuß entfernt... Da bin ich auch schon bei unserem Aufgabenbereich. Wir Volunteers müssen täglich die Kinder zur Schule fahren. Kindergartenkinder ins Communitycenter fahren, und unsere Arbeiter herumfahren. Dann fallen noch andere Jobs an, wie Essensverteilung, Büroarbeiten oder in letzter Zeit auch Streicharbeiten. Unsere Hauptbeschäftigung ist allerdings nachmittags mit den Kindern Homeworkclub zu machen. Ich helfe in den Klassen 4a, 4b, 5 und 6. Jede Klasse kriegt von Montag bis Donnerstag täglich eine halbe Stunde in Mathe und Englisch Nachhilfe. Hmm, sicher nicht meine Lieblingsbeschäftigung, aber für die Kinder ist das bestimmt ziemlich gut, da die Schulen nicht grad das Beste sind. Allerdings hat man nicht oft das Gefühl, dass sich die Kinder freuen, dass man sie „zwing“ in den Homeworkclub zu gehen. Ganz wie in Deutschland, Schule ist halt blöd ;-) Ne halbe Stunde ist aber eigentlich viel zu wenig. Ich fand es am Anfang ziemlich erschreckend, dass teilweise Kids in der 5/6 Klasse noch ziemliche Probleme mit Lesen und Schreiben haben. Und Mathe ist meistens auch nicht ganz einfach mit denen.

Dafür kann hier jeder einen Backflip aufm Trampolin, auch wenn wir in den letzten Tagen nen gebrochenes Schulterbein und nen gebrochenes Handgelenk hatten. Wenn die Kinder nicht gerade Trampolin springen lieben sie es bei uns im Haus abzuhängen. Sie fragen auch ständig ob sie ein Sleepover haben können. Allerdings wollen wir 3 das gerade noch nicht. Erstens weil das wahrscheinlich ziemlich anstrengend wird und zweitens weil wir noch nicht wissen, wie wir das gerecht machen sollen.