Hier in Südafrika geht's steil dem Winter entgegen, es wird immer trockener, manche Nächte sind schon richtig kalt (heute hab ich einen elektrischen Heizkörper gekauft) und die Feuersaison fängt langsam wieder an. Das heißt alles alte Gras wird abgebrannt; neulich hat es sogar bisschen Asche geregnet.

Außerdem bin ich jetzt der „weiseste Volunteer“ hier in Lily, der der am längsten hier ist. Rosa ist letzten Freitag zurück nach Deutschland gegangen und innerhalb des nächsten Monats gehen 5 weitere Mädels, aaah. Dann sind es nur noch (Julia), Ben und ich von der alten Crew.

Letztes Wochenende war ich privilegiert mit 10 Kids, 2 Hausmüttern in die Drachensberge zu einem Camp zu fahren. Da man nicht alle Tage mit auf ein Camp darf, hab ich mich trotz erster richtiger Grippe in SA durch das Camp durchgebissen. Finanziert wurde das Ganze von „Reach for a Dream“, die wie der Name schon sagt hauptsächlich Kinderwünsche erfüllen, für Kids mit lebensbedrohlichen Krankheiten. Darüber hinaus werden alle paar Monate Camps, mit diesmal insgesamt 40 Kids, organisiert.

Meine Unterkunft war recht luxeriös, da sie nicht mit einem 19 jährigen Volunteer als Fahrer gerechnet haben. Wär ich nicht krank gewesen, wär ich vollkommen zufrieden gewesen mit den Jungs in nem riesen Dorm zu schlafen. Wie dem auch sein, hab ich ein 6 Betten Haus mit dem anderen Busfahrer geteilt. Der 50-jährige indisch stammender Man, war vermutlich einer der grimmigsten, am meisten fluchenden Menschen, den ich jeh getroffen haben. Also habe ich versucht ihn so gut wie möglich zu meiden.

Hauptsächlich wurden mit den Kids ziemlich viele Spiele gespielt die Teamfähigkeit, Kommunikation, Zuhören, Konzentration und Orientierung fördern sollen. Neben einem großen Geländespiel am Samstag, gab es Nachtspiele im Bush. Ein Highlight war sicherlich, als die Kinder uns Betreuer unterhalten sollten. Ihre Aufgabe war es als Teams mindestes ein Lied am Samstag Abend auf der Bühne zum Besten zu geben. Geendet hat das ganze mit einem Lied, wo spontan alle auf die Bühne gestürmt sind und getanzt haben. Es hat sich auf alle Fälle sehr gelohnt trotz Handycap mit aufs Camp zu fahren und einen Haufen Spaß mit den Kindern zu haben!