8 ½ Wochen left! Für viele Volunteers sind das mehr Wochen als sie insgesamt hier sind. Doch wenn ich überleg wie lange ich schon hier bin, kommt mir das schon so vor als geh ich morgen. Und auch wenn's sich ein bisschen traurig anhört, ich fühl, dass meine Zeit hier vorbei ist und das es gut ist bald heim zu kommen und nicht wie noch vor einem Jahr geplant war vielleicht ein paar Monate noch dranzuhängen. Trotzdem werd ich einiges aus SA vermissen, vor allem ein paar Leute hier. Gerade als ich aus Mosambik wiederkam haben sich einige Kids und auch Staff mega gefreut mich wieder zu sehen.

Mosambik war echt der Hammer. Samstag vor 2 Wochen habe ich Philipp und unseren VW Chico vom Flughafen abgeholt. Kann immer noch nicht fassen, dass First Car Rentel uns ein Auto gegeben hat. Ich habe das Auto ein paar Tage vorher online mit Philipp's Visa gebucht. Am Abholschalter wurde uns dann allerdings deutlich gemacht, dass ich eine eigene Kreditkarte haben muss um das Auto auf mich buchen zu können. Deswegen frage die Frau dann Philipp ob er nicht einen Führerschein hätte. Klar hat er einen, allerdings nur einen deutschen Motorradführerschein und eine südafrikanische Learners Licence. Wie dem auch sei, mit dem Motorradführerschein warn se zufrieden. Mich haben wir dann allerdings als Zweitfahrer eintragen lassen. Normalerweise muss man mindestens 2 Jahre nen Führerschein haben, dank meines deutschen Führerscheins konnte ich denen allerdings das Beantragungsdatum als mein Erhaltsdatum verkaufen. 3600 km und 12 Tage später konnten wir es dann glücklicherweise unversehrt und problemlos zurückgeben. Ich war ja schon immer der Meinung, dass ein Chico tief im Inneren eigentlich ein Offroader ist. Als wir auf der Suche nach einem guten Kitespot waren, sind wir ne ziemliche Strecke auf Sand gefahren um zu einer Flachwasserlagune zu kommen. Dort angekommen wurde von uns ein Photo geschossen, mit der Erklärung dass er gerne Photos von ungewöhnlichen Phänomenen schießt. Schon erwähnt, dass der Chico auch ein wahres Lademonster ist? Nachdem wir die Rückbank ausgebaut hatten, konnten wir problemlos Philipp's Surfboard, 2 Kiteausrüstungen, unser Gepäck und Essen und Trinken für 2 Wochen verstauen. So schön auch Mosambik ist, alles ist um einiges teurer als in Südafrika. Leider würde Phil's Kamera geklaut, deswegen kann ich euch die Schönheit nicht zeigen. Man muss es sich ungefähr so vorstellen, endlose Strände, Palmen und warmes, klares Wasser. Und endlich hat sich auch der ganze extra Trubel beim Hinflug wegen dem extra Kitegepäck gelohnt. Auch wenn gerade eigentlich nicht die beste Windsaison ist, hatten wir ganz Glück mit kitebaren Tagen. Bis auf Autogefahren, Kiten und am Strand liegen haben wir eigentlich echt nicht viel gemacht. In Maputo der pulsierenden Hauptstadt von Mosambik sind wir 2 Abende zum Fischmarkt gegangen. Dort sucht man sich direkt den frisch gefangen Fisch aus und lässt sichs dann im Restaurant um die Ecke zubereiten. Leute die mich kennen, wissen, dass ich eigentlich nichts aus dem Meer mag, aber die Krabben waren schon ganz in Ordnung ;-)

Erstaunlicher Weiße hatten wir die ganze Reise keine Probleme mit Grenzkontrollen oder Polizisten. Ab und zu hört man da schon, dass die einen richtig versuchen abzuziehen. Auf der Heimfahrt sind wir innerhalb 2 bis 3 Stunden durch das Königreich Swaziland durchzufahren. Echt ein schönes Land, nettes Militär/Polizisten und 3 Euro für 15 km/h ist echt in Ordnung, hehe. Den letzten Tag mit unserem Auto und schon wieder fast in Durban sind wir dann endlich doch noch surfen gegangen, nachdem wir den ganzen Trip eigentlich nur Kiten waren. Im Gateway, dem größten Einkaufszentrum, was ich jeh gesehen habe, gibt es eine stehende Welle. Den Traum ne Tube zu surfen, hat sich dann allerdings doch schnell ausgeträumt, da es definitiv nicht einfach ist und ziemlich anders als richtiges Surfen. Naja es hat sich trotzdem gelohnt und es war ein gute Schluss eines ziemlich geilen Trips. 2 Tage waren wir dann noch in Lily wovon wir einen Nachmittag im Krankenhaus verbracht haben um für Philipp nach Grippeanzeichen einen Malariatest zu machen; Negativ!